Wer kennt es nicht: Das Bad ist zwar funktionsfähig aber der richtige Wohlfühlfaktor möchte nicht aufkommen.Energieineffiziente Fenster, alte Fliesen, die Heizung funktioniert nicht richtig oder Ihr Bad birgt zu viele Barrieren.

Doch wie soll man eine Renovierung finanzieren, wenn das nötige Kleingeld fehlt?
Wir wissen natürlich wie kostenintensiv eine Renovierung werden kann, doch Sie brauchen sich keine Sorgen machen – Sie stehen nicht alleine da. Der Staat unterstützt Sie, wenn Sie Ihre Renovierung energieeffizient oder altersgerecht, in Form von Barrierefreiheit, gestalten. Apropos Barrierefreiheit: Das Bad ist Unfallschwerpunkt

Nummer eins in den eigenen vier Wänden! Wir raten Ihnen, Ihr Bad frühzeitig barrierefrei zu gestalten, damit Sie sich auch im Alter noch wohlfühlen und Ihren Alltag sicher bewältigen können. Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Kredit- und Zuschussmöglichkeiten zusammengestellt, mit denen Sie Ihrem Traum vom Wunschbad ein Stückchen näher kommen.

KfW-Förderung

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt als größte deutsche Förderbank alle, die Ihr Zuhause vorrausschauend, effizient und komfortabel umbauen oder modernisieren wollen.

Hierbei werden von der KfW verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung gestellt:

  1. Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ fördert sowohl einzelne Umbauten sowie eine Komplettsanierung. Möchten Sie auf einen Kredit zurückgreifen, so bekommen Sie diesen schon ab einem Effektivzins von einem Prozent, festgeschrieben für zehn Jahre. Die Kreditsumme beläuft sich auf bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen oder bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit bei einer Modernisierung nach KfW-Effizienzhausstandard. Für diejenigen die Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen, bittet die KFW auch die Möglichkeit eines Ergänzungskredites von bis zu 50.000 Euro an. Neben den genannten Krediten sind zudem Investitionszuschüsse möglich, die beliebig mit anderen Fördermöglichkeiten kombiniert werden können.
  2. Wenn Sie vorrausschauend planen, können Sie auf die Fördermöglichkeit „Altergerechtes Umbauen “ zurückzugreifen. Unabhängig von Ihrem Alter, haben Sie die Chance für barrierereduzierende Maßnahmen oder den Kauf umgebauten Wohnraums einen Kredit zu bekommen. Der Kreditbetrag beläuft sich auf bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit, bei einem Effektivzins ab einem Prozent. Diese Fördermöglichkeit kann zudem perfekt mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ kombiniert werden.
  3. Die KfW fördert Maßnahmen in den Bereichen „Erneuerbare Energien und Photovoltaik“. Wenn Sie die Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen wollen, bietet die KfW Ihnen einen Kredit mit einem Effektivzins von 1,1 Prozent. Der Kreditrahmen beläuft sich auf bis zu 25 Millionen Euro. Förderfähig sind auch kombinierte Anlagen aus Photovoltaik und Batteriespeicher. Ihre Förderung besteht aus 2 Teilen: einem zinsgünstigen Kredit der KfW und einem Tilgungszuschuss aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

BAFA-FÖRDERUNG

Eine zweite Möglichkeit besteht in der Förderung durch das BAFA, das Bundesamt für Wirtschafts- und Außenhandelskontrolle. Im Rahmen des „Marktanreizprogrammes“, fördert das BAFA Investitionen für Anlagen zur Wärmegewinnung. Für Ihre Badezimmerrenovierung kommen drei Maßnahmen in Frage, die durch das BAFA gefördert werden können: Solaranlagen, Anlagen zur Verwertung von Biopumpen und Wärmepumpen. Insbesondere die Förderung für Wärmepumpen, sollten Sie für Ihre Renovierung in Betracht ziehen. Fördermaßnahmen des BAFAs, die für ihre Badezimmerrenovierung oder eine komplette Hausrenovierung in Frage kommen:

  1. Wärmepumpen – Förderfähig sind grundsätzlich nur effiziente Wärmepumpen für die Warmwasserbereitung und die Bereitstellung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes. Voraussetzungen für die Förderfähigkeit sind unter anderem: Der Einbau eines Strom- und Wärmemengenzählers für elektrisch angetriebene Wärmepumpen zur Bestimmung der Jahresarbeitszahl gemäß VDI 4650, sowie der Einbau eines Gas- und Wärmemengenzählers für gasmotorisch angetriebene Wärmepumpen. Zudem muss eine Fachunternehmererklärung mit vorgeschrieben Inhaltskriterien vorliegen.
  2. Solaranlagen – Es sind nur Solarkollektoren förderfähig, die der Bereitstellung des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung dienen oder helfen den Kältebedarf für die Kühlung von Gebäuden herzustellen. Hinzukommend muss für das Gebäude bereits vor dem 1. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt bzw. eine Bauanzeige erstattet worden sein und es muss bereits vor dem 1. Januar 2009 ein Heizungssystem vorhanden gewesen sein. Zudem muss auch hier, eine Fachunternehmererklärung mit vorgeschrieben Inhaltskriterien vorliegen.
  3. Anlagen zur Verwertung von Biomasse – Eine Anlage zur Verwertung von Biomasse ist nur dann förderfähig, wenn sie der Bereitstellung des Wärmebedarfs eines Gebäudes dient. Für das Gebäude muss vor dem 1. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt bzw. eine Bauanzeige erstattet worden sein und das Gebäude musste bereits vor dem 1. Januar 2009 über ein Heizungssystem verfügten. Förderfähig sind im Rahmen der Basisförderung: „automatisch beschickte Biomasseanlagen von 5 kW bis 100 kW Nennwärmeleistung zur Verfeuerung von Holzpellets“, „automatisch beschickte Biomasseanlagen von 5 kW bis 100 kW Nennwärmeleistung zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln“ und „Scheitholzvergaserkessel von 15 kW bis 50 kW Nennwärmeleistung“. Besonders innovative oder effiziente Anwendungen von Biomasseanlagen können zusätzlich zur Basisförderung mit einer Bonus-Förderung bezuschusst werden. Auch hier muss eine Fachunternehmererklärung vorliegen, die zudem die Durchführung des hydraulischen Abgleichs bestätigen.

Für ein und dieselbe Maßnahme ist die Kombination einer BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung nur dann zulässig, wenn Sie eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus vorhaben. Für alle anderen Heizungserneuerungen, die Einzelmaßnahmen darstellen, müssen Sie sich vorab zwischen KfW oder BAFA entscheiden. Falls in Ihrem Badezimmer nur die Heizung ausgetauscht werden soll, ist zumeist die BAFA-Förderung den KfW-Programmen vorzuziehen!

Kleiner Tipp:
Bevor Sie sich persönlich bei KfW und BAFA erkundigen, welche Fördermöglichkeiten im Rahmen Ihrer Renovierungsmaßnahmen in Frage kommen, ist es ratsam sich schon vorher einen Überblick, über die verschiedenen Fördermaßnahmen zu verschaffen! Informieren Sie genau auf den Websites der beiden Institutionen welche Fördermaßnahmen für Sie in Frage kommen könnten und drucken Sie sich alle wichtigen Unterlagen aus! Wenn Sie gut informiert sind, werden Ihre Chancen deutlich höher sein, einen Kredit für den Umbau Ihres Bades zu bekommen.

Weitere Infos erhalten Sie hier: http://www.mein-badplaner.de/badrenovierungen/wo-erhalte-ich-eine-foerderung/

Wir wünschen viel Erfolg auf dem Weg zu Ihrem Traumbad!