Funktionales und stimmungsvolles Licht im Badezimmer

Im Badezimmer beginnt und endet für viele jeder Tag. Die künstliche Beleuchtung ist hier wichtiger Begleiter bei den morgendlichen Ritualen wie Duschen, Schminken und Rasieren. Aber auch abends, wenn wir uns in der Wanne entspannen wollen, lässt sich mit Hilfe der Beleuchtung die passende Lichtstimmung zaubern.

Es lohnt sich also, sich einmal etwas genauer mit der Beleuchtung im Badezimmer zu befassen. Gerade wenn eine komplette Neueinrichtung vorgesehen ist, sollte frühzeitig auch der Lichtplanung Aufmerksamkeit geschenkt werden, da jetzt noch die Stromanschlüsse an die richtigen Stellen verlegt werden können.

Die Deckenbeleuchtung im Badezimmer

Grundsätzlich bedarf es im Badezimmer mehrerer Lichtquellen. Für die Grundbeleuchtung kommt meist eine zentral montierte Deckenleuchte mit einer Abdeckung aus Opalglas zum Einsatz. Immer beliebter werden jedoch dimmbare Einbauleuchten, die in einer Linie, im Rechteck, als Kreis oder in einem ganz individuellen Muster wie etwa in der Gestalt eines Sternenhimmels montiert werden können. Einbauspots mit gebündeltem Licht eignen sich eher für das Badezimmer, da bei ihnen die Blendungsgefahr geringer ist als bei Deckenstrahlern. Denn gerade wenn man sich entspannt in der Badewanne zurücklegen will, kann blendendes Licht sehr störend sein.

Die Spiegelbeleuchtung im Bad

Wie die Deckenbeleuchtung ist auch die Lichtquelle am Badspiegel unverzichtbar. Sofern sie nicht bereits in diesem integriert ist, sollten links und rechts – bei einem sehr breiten Spiegel auch darüber – baugleiche Wandleuchten angebracht werden. Sie gewährleisten eine gleichmäßige und schattenfreie Ausleuchtung des Gesichts, was gerade fürs Schminken und Rasieren wichtig ist. Damit man beim Blick in den Spiegel nicht geblendet wird, sollte die Abdeckung der Wandleuchten ebenfalls aus Opalglas bestehen, was sich im Übrigen auch sehr leicht reinigen lässt.

Als Leuchtmittel kommen vor allem Leuchtstofflampen, Halogenlampen und qualitativ hochwertige Retrofit-LED-Lampen in Frage. Achten Sie bei der Auswahl der Leuchtmittel unbedingt auf einen sehr guten Farbwiedergabe-Index von Ra ≥ 85. Denn dank diesem können Farben naturgetreu wahrgenommen werden, was für die Beurteilung der Hautbeschaffenheit und beim Auftragen des Make-ups sehr wichtig ist. Aus diesem Grunde sind auch Energiesparlampen für die Spiegelbeleuchtung ungeeignet, da ihr Licht die Farben verzerrt wiedergibt.

Schutzklassen für Badleuchten

Weitere Lichtquellen können auch im Bereich der Dusche und der Badewanne angebracht werden. Da sich hier allerdings Strom und Wasser gefährlich nahe kommen, müssen die Badlampen hier bestimmte Schutzklassen erfüllen. So dürfen innerhalb der Begrenzungen, die der Dusch- bzw. Wannenrand vorgibt, nur Leuchten mit der Schutzart IP X5 eingesetzt werden, da deren Gehäuse vor allseitigen Strahlwasser geschützt ist.

Denkt man sich vom Dusch- bzw. Wannenrand einen 60-Zentimeter-Abstand, der vom Boden bis zur Decke reicht, so dürfen in diesem zweiten Bereich nur Badleuchten mit der Schutzart IP X4 verwendet werden, da diese gegen Spritzwasser geschützt sind.

In allen anderen Zonen des Badezimmers können Leuchten ohne besondere Anforderungen an die Schutzklasse montiert werden. Also auch Leuchten, die in jedem anderen Raum wie der Küche oder dem Flur genutzt werden können. Damit vergrößert sich die Leuchtenauswahl fürs Badezimmer beträchtlich. Bestehen im konkreten Fall Zweifel, so sollten Sie aber immer einen Elektriker zu Rate ziehen. Weitere Hinweise zur Badbeleuchtung können Sie der DIN-Norm DIN VDE 0100 Teil 701 entnehmen.

Stimmungslicht für die Relax-Oase Badezimmer

Welche Wirkung Licht auf Körper, Geist und Seele haben kann, weiß jeder, der schon einmal einen Wellness-Tempel besucht hat. Ob warmes gedämpftes Licht oder farbliche Lichtakzente – die Beleuchtung schafft hier eine wahre Wohlfühlatmosphäre, bei der man sich sofort entspannen kann.

Im Handel werden hierfür bereits Badamaturen und -möbel mit integrierter Beleuchtung angeboten, die genau diesem Zweck dienen. Eine stimmungsvolle Akzentbeleuchtung lässt sich mit einfachen Mitteln jedoch auch sehr leicht selbst zaubern. LED-Lichtbänder beispielsweise können ganz hinten auf ein einzelnes Regalbrett gelegt werden, so dass ihr Licht dezent die dahinter liegende Wand erhellt und ein sanftes Licht in den Raum reflektiert. Dekorative Wandleuchten, die ihr Licht über einen Schirm bzw. nach oben und/oder unten abgeben, sorgen ebenfalls für ein angenehmes Lichtambiente, wenn sie einen breiten Abstrahlwinkel haben und ihr Schatten weich ausläuft.

Dekorative Tischleuchten, die überwiegend indirektes Licht spenden und etwa auf einer Kommode, einem Wandvorsprung oder in Nischen gestellt werden, schaffen ebenfalls eine zauberhafte Lichtatmosphäre. Das Gleiche gilt natürlich auch für warmes Kerzenlicht. Mehrere Gruppen unterschiedlich großer Stumpenkerzen schaffen kleine Lichtinseln und hüllen das gesamte Bad in einem warmen, rötlichen Schein.

Ein Tipp zum Schluss: Während Licht mit überwiegendem Rotanteil beruhigend auf uns wirkt, hat Licht mit hohem Blauanteil eine aktivierende Wirkung auf unserem Organismus und gibt uns den zusätzlichen Frischekick am Morgen. Leuchtmittel, deren Lichtspektrum einen höheren Blauanteil aufweist, haben in der Regel die Lichtfarbe Tageslichtweiß bzw. eine Farbtemperatur von mehr als 5.500 Kelvin. Sie eignen sich am besten für die Beleuchtung der Badspiegel-Zone.

 

Ein Gastbeitrag zum Thema: Tipps für optimales Licht im Badezimmer von www.lightingdeluxe.de.